Der Care Guide als optimales Patientenportal

Ein digitales Aufnahme-, Entlass- und Überleitungsmanagement gemäß Fördertatbestand 2 KHZG zu etablieren stellt technisch betrachtet eine überschaubare Hürde dar. Die eigentliche Herausforderung besteht in der inhaltlichen Verzahnung von vorstationären, stationären und nachstationären Prozessen.

Bisherige Lösungen unzureichend

Normale Portallösungen fokussieren sich entweder darauf, die administrativen Prozesse rund um das Aufnahme- und Entlassmanagement aus Krankenhaussicht zu lösen. Oder sie konzentrierten sich darauf, die Patienten während ihres Krankenhausaufenthaltes über eine App zu beschäftigen. Zum Beispiel durch das Bereitstellen allgemeiner Informationen oder die Möglichkeit, Essen über eine App auszuwählen. Ein echter Versorgungsvorteil entsteht jedoch nur, wenn beide Seiten miteinander vernetzt werden und die Übergänge zwischen stationär und nicht-stationär fließend sind.

Fließende Übergänge etablieren, „Trichterkommunikation“ vermeiden

Als erste Lösung auf dem deutschen Markt kombiniert der Care Guide die Anforderungen von Krankenhäusern und die der Patientinnen und Patienten und ermöglicht eine echte, versorgungsoptimierende Einbindung der Patienten.

Statt den Patienten die für ihren Aufenthalt nötigen Informationen geballt „einzutrichtern“, kommuniziert das Krankenhaus individuell, terminiert und wohldosiert im Vorfeld, während und im Nachgang des Aufenthaltes über die App mit den Betroffenen. Individuell heißt: Persönlich aufgenommene Videos informieren Patienten über die Art des individuellen Eingriffs und darüber, was vorbereitend zu beachten ist. Kurze Push-Nachrichten erinnern an Medikamenteneinnahmen und Termine. Terminiert und wohldosiert meint, dass Informationen dann übermittelt werden, wenn sie für im Behandlungsprozess relevant sind und in der Form, in der sie auch verstanden werden.

Mitgestalten statt reagieren

Diese über den Klinikaufenthalt hinausreichende Betreuung via App sorgt nachweislich für bessere Outcomes, beispielsweise für knapp 40 Prozent weniger Terminabsagen oder eine Verkürzung der Liegezeit um ein bis zwei Tage. Außerdem entlastet sie das Krankenhauspersonal, weil Patientinnen und Patienten besser vorbereitet sind, weniger Fragen haben, weniger Termine absagen oder verstreichen lassen. Ökonomisch betrachtet sorgt der Care Guide zum einen dafür, das die Anforderungen an ein digitales Aufnahme- und Entlassmanagement erfüllt sind. Zum anderen sorgt er für eine bessere Auslastung personeller und räumlicher Ressourcen sowie für eine Verbesserung der Erlösstrukturen durch zum Beispiel weniger Rechtsstreitigkeiten.

Eine Entscheidung für den Care Guide reicht also weit über die Erfüllung des Fördertatbestands 2 hinaus. Sie sorgt dafür, das Fördergelder einen nachhaltigen Nutzen entfalten und eine Digitalisierung schaffen, die den aktuellen Wandel im Gesundheitswesen aktiv begleiten.