Der Digital Care Guide sorgt für Sicherheit bei Schwangeren und den frischen Eltern im Universitätsklinikum Aarhus

von Allan Juhl, CEO
posted on March 10, 2021

Schwangeren und Gebärenden im Universitätsklinikum Aarhus

Die Digitalisierung verändert unsere Verhaltensweisen und die Möglichkeiten, wie Krankenhäuser die Kommunikation mit Patienten zum beiderseitigen Vorteil verändern können. Die heutige Entwicklung wirkt sich auch auf die Bedürfnisse von Patienten und Angehörigen aus. Insbesondere besteht der Wunsch nach einer Informations- und Kommunikationsmöglichkeit, mit der vor-, während und nach einer Behandlung Kommunikation Patienten-individuell gestaltet werden kann.

Vor diesem Hintergrund hat sich die Abteilung für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Universitätsklinikums Aarhus (AUH) dazu entschieden, den Digital Care Guide von Emento für Schwangere und frischgebackene Eltern anzubieten. Schwangere und Gebärende können nun den Digital Care Guide nutzen: Eine App, über die sie fortlaufend relevante Informationen und Unterstützung erhalten.

BEEINDRUCKEND GUTE ERGEBNISSE

Der Digital Care Guide hilft der Abteilung dabei, einen individualisierten und sicheren Behandlungsablauf während der Schwangerschaft und Geburt noch besser zu gewährleisten – nicht nur während der Krankenhausbesuche, sondern auch dazwischen und danach. Das Wissen, das den Müttern über die App vermittelt wird, verschafft ihnen einen guten Überblick über alle Themenfelder der Behandlung und sorgt somit für ein Gefühl von Sicherheit..

Die Frauen, die die App nutzen, sind äußerst zufrieden. Für das Krankenhaus zeigt sich, wie zusätzliches Wissen und Einwirkungsmöglichkeiten, die Frauen mit der App haben, zu einem besseren Ergebnis für alle führen. Die über die App fortlaufend zur Verfügung gestellten Informationen erübrigen den einen oder anderen persönlichen Termin im Krankenhaus. Alle relevanten Informationen stehen auch ohne vor Ort Gespräche zur Verfügung. Das verringert für alle Seiten den Aufwand und gerade für Schwangere auch die Belastung.

Heidi und Terese, zwei frischgebackene Mütter, die die App im Behandlungsverlauf genutzt haben, berichten:

„Wir haben einige Dinge über die App erfahren, von denen wir im Krankenhaus nicht erfahren hätten. Oder die wir in dem ganzen Chaos, das man bei der Geburt durchlebt, schlichtweg vergessen hätten.“

Eine Krankenpflegerin berichtet, dass die Familien, die die App nutzen, den persönlich vermittelten Erklärungen zu den Neugeborenen, mittlerweile manchmal sogar einen Schritt voraus sind:

„Einige Male habe ich miterlebt, dass wir beim Wickeln der Kinder Urat bemerkten und der Vater dann direkt sagte: Ja, das ist Urat, das steht ja in der App. Dann denke ich mir: Hervorragend, dann muss ich später nicht anrufen und den Eltern erzählen, dass das Kind Blut in der Windel hat.“

WENIGER ANRUFE IN DER ABTEILUNG

Heutzutage bietet die Abteilung für alle Behandlungen von Schwangeren und Gebärenden den Digital Care Guide von Emento an.

Im Rahmen einer Auswertung im Sommer 2018 wurde der Digital Care Guide von 1607 Schwangeren getestet, die Ergebnisse waren schon damals beeindruckend: Die bessere Vermittlung von Informationen hatte zur Folge, dass nach der Entlassung weniger Anrufe im Krankenhaus eingingen. Im Sommer 2017 erhielt die Abteilung 1360 Anrufe, im Sommer 2018 waren es nur noch 1265. Obwohl die Zahl der Geburten im Vergleichszeitraum um 32 Geburten anstieg, reduzierte sich die Zahl der eingegangenen Anrufe um 7 %.

Das Nachrichtensystem der App diese Entwicklung mit beeinflusst. Im Durchschnitt hatten sich monatlich 27 Mütter dazu entschieden, statt eines Anrufs eine Nachricht an die Abteilung zu senden. Beantwortet wurden die Nachrichten, wann es für die Mitarbeiter der Station am besten passte. So konnten die Mitarbeiter sich besser auf die täglichen Aufgaben konzentrieren und wurden weniger von Telefongesprächen in ihrer Tätigkeit unterbrochen.

KÜRZERER KRANKENHAUSAUFENTHALT UND WENIGER ÜBERBELEGUNG

Die Ärzte der Abteilung sind nach der Erfahrung mit dem Digital Care Guide der Auffassung, dass es aus fachlicher Perspektive mittlerweile sicher ist, die Familien früher als bisher aus dem Krankenhaus zu entlassen. Dank der App haben die Eltern die Möglichkeit, das Personal des Krankenhauses direkt über die Nachrichtenfunktion der App zu kontaktieren, sollte es notwendig sein. Ebenso geht es den frischgebackenen Eltern, die die App nutzen: Sie fühlen sich sicher, früher nach der Geburt wieder nach Hause zurückzukehren.

Die durchschnittliche Dauer des Krankenhausaufenthaltes sowie die prozentuale Belegung der Abteilung ist laut der Auswertung vom Sommer 2017 bis Sommer 2018 in zwei Abteilungen gesunken: Gynäkologie und Geburtshilfe. Den Abteilungen zufolge ist dies auf eine Kombination aus unterschiedlichen Maßnahmen zurückzuführen, darunter die Einführung der Geburtsbehandlung über die Emento-App.

Die Unterstützung über die App hat es ermöglicht, den Einsatz von Ressourcen innerhalb der Abteilung zu optimieren. Der Kommunikationsfluss ist effektiver geworden und die Kliniken haben mehr Zeit für Einzelgespräche mit den Familien.